Faustregel Nr. 1 für jeden erfolgreichen Blog lautet, er muß lebendig sein. Lebendig ist er, wenn er durch neue Artikel aktualisiert wird. Allerdings drängt sich sogleich die Frage auf, wie oft man seinen Blog mit neuen Postings füttern sollte. Täglich? Mehrmals täglich? Ein paarmal die Woche?

Es gilt, die persönliche Posting-Frequenz herauszufinden. Abseits des Herumtestens kann man sich auch eines scheinbar paradoxen Tricks bedienen, um sämtliche Lesegewohnheiten der Leser zu zufriedenstellen. Man muß nur einen postingfreien Tag einlegen.

Ausgangspunkt

Seit Jahren geistert durch die Blogosphäre der Tip, man müsse seinen Blog wenigstens täglich einmal aktualisieren. Aus diesem Hinweis ergibt sich, daß man 7 Postings die Woche anfertigen sollte, um allgemeine Lesegewohnheiten anzusprechen.

Manchen fällt das tägliche Posten mehr oder weniger leicht. Andere Blogger wiederum könnten 5 oder mehr Postings pro Tag veröffentlichen.

Mittels eines cleveren Tricks kann man die Lesegewohnheiten nahezu sämtliche Leser bedienen und sie auf Dauer als Leser halten. Alles dreht sich um das Timing.

Der Trick besteht aus 2 Schritten:

1. Wie eine Verschnaufpause aussehen sollte

Wer mehrmals täglich postet, muß seinen Lesern eine Verschnaufpause gönnen. Aus diesem Grunde sollte man einen Ruhetag einlegen. Umsetzen kann dies, indem man an einem Tag die Woche nichts, postet, oder etwa einen Casual Friday einrichtet, an welchem ein Beitrag erscheint, der primär nichts mit dem Hauptanliegen des Blogs zu tun hat.

Der Trick dieser Vorgehensweise liegt darin, daß bei vielen Postings der Leser endlich die Chance hat, sich sämtliche Postings anzusehen. Wird täglich und das auch noch mehrfach gepostet, entsteht leicht ein Lawineneffekt.

Die Leser fühlen sich überrollt man zu vielen Postings, von welchen sie den Eindruck haben, nicht alle wenigstens kurz einmal durchzugehen. Es entsteht der Eindruck, man könnte nicht mehr mithalten.

Nicht unbedingt muß der Ruhetag zu einem bestimmten, wiederkehrenden Tage erfolgen. Man kann ihn auch nach Lust und Laune unter der Woche einschieben und wahlweise auch auf zwei Tage ausdehnen. Der Einfachheit halber spreche ich von einem Ruhetag.

2. Durch Auslassung die Freude auf den Blog steigern

Des weiteren kann man durch Einlegen eines Ruhetages auch die Spannung steigern. Wer gewohnt ist, täglich einen Blog zu besuchen, wird sich um so mehr auf den Tag nach dem Ruhetag freuen.

Vorfreude ist nämlich die größte Freude. Und Vorfreude entsteht immer dann, wenn man aus seinen Gewohnheiten herausgerissen wird. Vieles im Leben wird zur Gewohnheit, so daß man Kleinigkeiten nicht mehr wahrnimmt. Erst wenn sie fehlen, bemerkt man den Verlust.

Nicht anders liegt es daher mit Ruhepausen. Wer der Gewohnheit nachhängt, täglich News in einem Blog vorzufinden, der wird sich um so mehr auf das neue Posting im Anschluß an den Ruhetag freuen.

Möchtest Du Deinen Blog-Lesern mehr als nur Routiniertes anbieten, lege einen Ruhetag ein. Dieser kann auf einen beliebigen Tag der Woche fallen, weil nur der Ruhetag als solcher wichtig ist.

Update (29.4.2007): anbei ein Link auf die Blogscout-Statistiken der vergangenen 30 Tage von Robert Basics BasicThinkingBlog.