Überrascht über die Frage? Laut Google-Statistik zählt diese Frage zu einer der meistgestellten. Antworten darauf gibt es viele, eben je nach Sichtwinkel des Betrachters.
Technisch besehen, ist ein Blog nichts anderes als eine besondere Form eines CMS. Vom persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen aus betrachtet, sind Blogs eine der schönsten Nebenbeschäftigungen der Welt.
Erwähnt wurde bereits die technische Seite der Blogs. Zu den Ursprüngen des Begriffs, der auf eine Abkürzung des Wortes Weblog basiert, verweise ich auf Wikipedia. Ich denke, daß das Wissen hierüber mittlerweile überflüssig ist.
Definition für Theoretiker und für Laien
Mittels einer Blog-Software kann man Informationen auf einer Website präsentieren, Texte und Photos, welche, und das ist die Besonderheit, direkt auf der Hauptseite veröffentlich werden und zwar derart, daß der jüngst eingestellte Beitrag an oberster Stelle erscheint.
Vergleichbar ist dies einer Art Sammlung von Nachrichten-Artikeln aus einer Zeitung. Man kann Artikel entweder ihrem Kontext nach ordnen oder nach dem Datum.
Pflegt man verschiedene Ordner für die Artikel-Sammlung zu nutzen, so könnte man etwa 3 Ordner nutzen, in welche jeweils separiert einmal politische Themen aufbewahrt werden und in den restlichen 2 Sport und Wirtschaft.
Was Blogs von konventionellen Medien unterscheidet und wie der Spaß aussieht
Anders dagegen verfahren Blogs. Dort wird jeweils nach Datum geordnet der jeweils neustes Beitrag ganz gleich welchen Themas auf den jeweils vorigen Artikel älteren Datums abgelegt, eben chronologisch organisiert.
Das klingt dröge und ist es bis hierhin auch. Was soll denn daran Spaß machen? Wie konnte sich ein derartiges Prinzip weltweit verbreiten und als quasi-subkulturelle Bewegung etablieren?
Zunächst wäre da die Einfachheit zu nennen, mit welcher man Artikel ins Internet auf seiner eigenen Homepage einstellen kann. Der Bedienkomfort ist sehr groß. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Demnach eigenen sich Blogs sehr gut für Einsteiger in die Welt der eigenen Website.
Der besondere Reiz der Blogs ist ihr besonderer Nutzen
Betrieben werden Blogs zumeist von einer Person. Möglich ist aber auch, den Blog als ein Gruppen-Projekt zu betreiben.
Reizvoll sind Blogs insofern, als daß durch die Möglichkeit, Postings kommentieren zu können, ein Zwiegespräch mit dem Autor stattfinden kann, den sogenannten Blogger. Soziologen nennen das auch Interaktion.
Bei den traditionellen Medien müßte man den Weg des Leserbriefs beschreiten. Mittels Blogs wird die Kommunikation direkter und ähnelt weniger einer Objekt-Beziehung von Konsument zu Medium.
Kostenfreier Zugang
Blogs sind auch in ihrer überwältigenden Mehrheit kostenfrei zugänglich. Außer dem Internetzugang bedarf es keiner weiteren Voraussetzungen, um Zugriff auf die Informationen eines Blogs zu erhalten.
Des weiteren liegt der Reiz gerade in der Aktualität, welche durch die chronologische Ordnung der Artikel gewährleistet wird. Ohne lange auf einer konventionellen Website herumkramen zu müssen, was es Neues an Inhalten gibt, erkennt man bei einem Blog sofort, daß etwas Neues eingestellt worden ist.
Da Blogs sich unterschiedlichen Themen widmen, erhält man zu jenen Themen entsprechend auch immer neue Infos ganz einfach aufbereitet.
Neue Artikel zu veröffentlich ist Trumpf
Aus diesem Grunde ist es auch mittlerweile essentiell, Blogs stets mit neuen Artikeln zu versorgen. Andernfalls verliert man Leser, denn umgekehrt rechnen die Leser auch mit neuen Artikeln, denn schließlich ist dies das Grundprinzip eines Blogs.
Blogs sind dabei sehr flexibel und vielseitig einsetzbar. Zum einen wurden sie früher als eine Art Tagebuch genutzt. Heutzutage werden Blogs als allgemeines Journal verwendet. Ob nun Infos über Kochrezepte, Stars und Sternchen, Neuigkeiten aus der Glamour-Welt – alles ist vertreten.
Gegenwart und Zukunft
So kam es letztlich auch zu den Special interest-Blogs, worunter man Blogs versteht, die sich einem ganz eng umrissen Thema widmen. Denkbar ist hierbei alles vom DSDS-Blog bis hin zu Blogs, die nur für die Zeit der Olympischen Spiele betrieben werden.
Letztgenannten Blogs sagt man eine gedeihliche Zukunft voraus. Während in Vorreiterland der Blogs, den USA, Blogs bereits zum Alltagsleben der Internetsurfer gehören, steht Deutschland in der Blog-Rangliste ganz weit abgeschlagen im unteren Bereich der Verbreitung und der Nutzung.
Die Zeitungen und sonstige konventionellen Medien
Kritisch beargwöhnt und lauernd beobachtet werden die Blogger von den konventionellen Medien, allen voran den Zeitungen, die bislang immer noch mit dem Internet hadern und die in der wachsenden Verbreitung der Blogs eine weitere Konkurrenz zu ihrem Tagesgeschäft wittern, anstatt diese als Ergänzung und zusätzlichen Nutzwert zu begreifen.
Zeitungen werten daher die Blog-Verbreitung in den USA als Hype, dessen Überschwappen auf Deutschland je nach Ansicht der Zeitung noch aussteht oder schon längst wieder abgeklungen ist.
Erfolgreichen Blogs beziehungsweise Bloggern gelingt es auch, Geld mit ihrer Tätigkeit zu verdienen. Teils verdienen die Erfolgreichsten unter den Bloggern sechsstellige Jahreseinkommen.
Fazit
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß Blogs die technische Möglichkeit bieten, seiner Kreativität im Internet freien Lauf zu lassen. Gewisse Grundregeln gilt es hierbei zu beachten, wie man auf diesem Blog, der sich dem erfolgreichen Bloggen widmet, nachlesen kann.
Empfehlen kann ich, das Bloggen einfach mal auszuprobieren. Der Spaß sollte dabei im Vordergrund stehen.





Sehr schöner, ausführlicher Artikel, gefällt mir!
Gruß
Achja, sag mal, hast Du eigentlich Skype oder Icq?
April 15th, 2007