Arbeitsmediziner hegen reges Interesse an der Work-Life-Balance von Entrepreneuren, also Selbständigen. Wer in der Selbständigkeit stehe, der arbeite lange bis in den Abend hinein, hängt anschließend vor der Glotze, um sich berieseln zu lassen, denn mehr sei nicht drin, und folglich bleibe das Weltthema schlechthin auf der Strecke: Sex. (Eilige bitte gleich zum letzten Absatz springen! ;) )

Am Lebenserhaltungsprinzip, Sex, lasse sich die Qualität nicht nur einer Beziehung, sondern auch der inneren Zufriedenheit ablesen. Zutreffend ist aus meiner Sicht, daß man ordentlich ranklotzen muß, wenn man als Selbständiger erfolgreich sein will. Von Nichts kommt nichts, lautet die Gleichung, die der Volksmund geprägt hat.

Das Wichtigste bei der Arbeit ist die Pause. Erholung schafft die Energie, welche man für effektive Arbeit benötigt.

Aus dem Grund halte ich auch mittlerweile strikte Balance zwischen Arbeit und Pausen. Beides für sich genommen muß sein und vermengen darf man beides nicht. Arbeit ist Arbeit und Pause ist Pause.

Den Zwang zu viel Arbeitszeit diktieren etwa Großkanzleien. Sinnigerweise nennt man die informelle Anwesenheitspflicht Face-time. Ein Kollega hat in einer der führenden Großkanzleien weltweit Face-time von 9 bis 21 Uhr. Sein freudiges Gemüt beeindruckt mich sehr.

Man mag sich noch so sehr einreden, daß länger und härter sich auf besser reime. Auch ich unterlag diesem Trugschluß. Ehrlich gesagt arbeite ich lieber effektiv 4 Stunden pro Tag mit voller Kraft, als daß ich irgendwo übermüdet und semimotiviert irgendwo in einem Büro 10 Stunden herumhänge und effektiv 3 Stunden Arbeit geleistet habe.

So klappt es auch mit dem Sex. Denn Sex kann man nur genießen, wenn man Arbeit und Spaß trennen kann. Sobald bei mir der Hammer fällt, denke ich bis zum Abendgebet nicht mehr an Arbeit – und umgekehrt.

Bei Robert gibt es übrigens hierzu eine Sex-Umfrage (klasse Link-Bait übrigens). Voyeure und Selbständige der Welt – sofort abstimmen! ;)