RSS-Feeds von Blogs und Websites sind eine prima Sache. Kompakt zusammengefaßt in einem Feed-Reader kann man mittels weniger Mausklicks bequem unterschiedliche Postings von Blogs und Websites lesen. (Weitere Erläuterungen für Neueinsteiger)
Einem Blog-Archiv gleich anhand der Überschrift aufgereiht, kann man rasch durch 100 und mehr Postings des abonnierten Blogs stöbern und lesen und das für jeden RSS-Feed.
RSS-Feeds: vollständige oder gekürzte Feeds?
Noch immer gibt es Unterschiede in der Aufbereitung des RSS-Feeds einer jeweiligen Website. An der Frage, ob eine Website seinen Abonnementen einen vollständigen oder lediglich gekürzten Feed zur Verfügung stellen solle, scheiden sich die Geister, auch wenn die Argumente pro vollständigen Feed deutlich überwiegen.
Tendenziell verhält es sich aus meiner Sicht basieren auf eigenen Gewohnheiten und Erfahrungen anderer so, daß die Geneigtheit einen Blog-Feed zu abonnieren bzw. wieder zu kündigen stark davon abhängt, ob der Feed vollständig oder gekürzt dargebracht wird.
Die Zahl der RSS-Feed-Abonnementen eines Blogs wird auch gerne als Zeichen der Popularität des Blogs herangezogen. Wechselwirkungen bestehen also im groben zwischen einem vielbesuchten Blog und einer hohen RSS-Abonnenten-Anzahl.
Wie steigert man die Abonnenten des RSS-Feeds?
Betrachtet man alleine die Frage, wie man gezielt die RSS-Feed-Abonnementen-Zahl steigern kann, so ergibt sich eine hochinteressante Beobachtung.
Ein kleiner Hinweis wirkt wunder
Vermittels des Hinweises innerhalb eines Artikels, wie man den RSS-Feed abonnieren kann, steigt die Abonnentenanzahl weit deutlicher, als wenn man lediglich irgendwo auf der Website einen Button zum Bezug des Abonnements offeriert.
Neu ist diese Erkenntnis nicht, viele Blogger nutzen diesen Kniff zur Steigerung ihrer Abonnenten. Üblicherweise erfolgt der Hinweis auf den RSS-Feed am Ende eines Postings.
Offensichtlichkeits-Paradoxon oder Betriebsblindheit
Weshalb aber ist es genau dieser kleine Hinweis, der den Unterschied macht?
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus zu sprechen, nenne ich diesen Effekt Betriebsblindheit oder eben Offensichtlichkeits-Paradoxon.
Oftmals lese ich gute Artikel mir bis dato unbekannter oder selten frequentierter Blogs und denke trotz selbstverständlich vorhandener Möglichkeit, den Feed zu abonnieren nicht daran, es auch zu tun. Nach dem Lesen des Artikels stöbere ich noch ein wenig durch den Blog und dann kommt der schlimmste Moment, im Augeblick eines Blogs: ich mache das Fenster zu, der Blog ist zunächst einmal verschwunden.
Abmelden geht immer
Werde ich allerdings freundlich mit der Nase darauf gestoßen, den Blog-Feed zu abonnieren, tue ich das auch in 90% der Fälle. Abmelden kann man den Feed immer noch, eine Chance geben jedoch auch.
Aus der Erfahrungen mit anderen Blogs weiß ich, daß ein freundlicher Hinweis darauf, den RSS-Feed des Blogs zu abonnieren zum einen die Abonnenten-Anzahl deutlich steigert und zum anderen auch den Blog-Lesern selbst hilft. Sehr oft entpuppte sich das Abo als Gewinn und ich las den Blog auch weiterhin mit Genuß und Gewinn.
Lieber einmal häufiger abonnieren, statt sich die Möglichkeit entgehen zu lassen
Viele interessante Blogs wären mir beinahe entgangen, und alles nur wegen der eigenen Betriebsblindheit, gelegentlich vom Offensichtlichen bescheiden Gebrauch zu machen, nämlich den RSS-Feed des Blogs zu abonnieren, den man bereits länger über Bookmark besucht oder sonst gelegentlich liest.
Neue Feeds, unter Beobachtung
Neue Abonnements wandern bei mir in der Regel zunächst einmal in ein Verzeichnis namens Neue Feeds. Von dort aus entscheidet sich dann das weitere Schicksal der Feeds, doch kündige ich kaum bis selten einmal abonnierte Feeds. Irgend etwas Interessantes gibt es immer zu entdecken. Nicht jedes Posting ist ein Oberhammer – das gilt für alle Blogs.
Abnutzungserscheinungen?
Interessant ist ferner, daß sich obengenannter Effekt nicht abnutzt, im Gegenteil.
Ganz gleich ob man den Hinweis gelegentlich dezent am Ende eines Artikels streut oder regelmäßig ergibt keinen signifikanten Unterschied in der Höhe der Neu-Abonnenten pro Hinweis. Ohne Hinweis dagegen bleibt die Höhe um ein Vielfaches geringer.
Die Zahl der RSS-Feed-Abonnenten steigert man am besten, indem man am Ende eines Artikels einen höflichen Hinweis auf den Bezug des RSS-Feeds gibt. Unbedingt darauf zu achten ist, daß man einen Link in den Hinweis mit einbaut, durch dessen Anklicken der Feed direkt abonniert wird.
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Hm, ich werde es mit dem Hinweis mal versuchen. Aber nervt das nicht die regelmäßigen Besucher, wenn Sie oft/immer diesen Link unter den Beiträgen finden?
Was mich an Deinem Beitrag wundert: Warum finde ich darunter keinen Hinweis, wie ich Deinen RSS-Feed bestellen kann…
August 1st, 2007