Was ist Rivva?

Rivva versucht einen gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft zu liefern.

Gegenwärtig weht Rivva Kritik um die Ohren. Bemängelt wird unter anderem, daß die Schlagzeilen der Blogs immer mehr zugunsten der traditionellen Medien mit Online-Präsenz ins Hintertreffen gerieten.

Zu dem Vorwurf mag man stehen, wie man will. Fakt ist, daß Rivva ein tolles Projekt mit großer Perspektive ist. Daß Rivva kritisiert wird, bedeutet zunächst einmal, daß man Rivva ernstnimmt und nicht ignoriert. Des weiteren kann man geäußerte Kritik auch als Anregungen verstehen, an gewissen Stellschrauben zu drehen.

Beklagt wird unter anderem eine gewisse thematische Monotonie auf Rivva. Ganz gleich, wie man diese Äußerung versteht, sie ist in jedem Falle subjektiv. Öffentliche Meinung und veröffentlichte Meinung waren noch nie dasselbe.

Ironischerweise könnte man den News-Dienst Rivva auch als Opfer seines Erfolges besehen. Erst die wachsende Popularität Rivvas als auch die Indexierungsbemühungen des Aggregatordienstes führten zu dem Overkill an lesenswerten Artikeln.

Vielfalt kann man aber in jedem Falle durch Nischen erzeugen. Anempfehlen würde ich daher Rivva, Themenkanäle einzuführen, sofern das die Zeit zuließe und der in das Projekt gesteckte Aufwand nicht den Rahmen sprengte. Unterschiedliche Interessen könnte so auch für unterschiedliche Zielgruppen kanalisiert werden. Zudem könnte man bei entsprechender Aufmachung auch neue Leser für die entsprechenden Nischen erschließen.

Eine gute Zeitung wartet mit Rubriken auf. Weshalb sollte Rivva nicht auch diesen Weg beschreiten? Aus meiner Sicht ist das ein guter Ansatz den Überblick zu behalten und vor allem auch die Fronten zu entschärfen.

Was mir an Rivva gefällt ist der Umstand, daß Rivva Blogs auf die Finger schaut, ohne wie die Mutter aller Social-Communities, DiGG, auf Mitglieder-Abstimmungen angewiesen zu sein. Abgestimmt wird überwiegend mittels Links – ein interessanter, anderer Ansatz.

Ich drücke Frank ganz doll die Daumen. Er hat mit Rivva ein Projekt initiiert, das was für die Blogosphäre tut. Kaputtreden sollte man Rivva daher nicht, sondern das Projekt unterstützen. Mit allem, was Rivva ausmacht und welche Entwicklung der Dienst anstrebt, mag man nicht konformgehen, doch muß man nicht unbedingt schlechtreden, was einem persönlich zwar nicht vollständig, anderen aber sehr wohl gefällt.

Popularität ruft Interessenskonflikte hervor und ich denke, daß manche Kritik auch als Vereinnahmungstaktik zu verstehen ist. Wer mit anderen Blogs und Meldungen konkurrieren muß, erhält möglicherweise nicht mehr so viel Traffic wie ehedem.

Und Traffic ist auf dem Blog-Schwarzmarkt die beliebteste Währung schlechthin, die Begierde weckt.

So, und jetzt hoffe ich ganz uneigennützig, daß dieser Artikel gut bei Rivva und sonstwo rankt, fleißig verlinkt wird und massig Traffic erhält! Also Kinners, tut mir den Gefallen, ok? ;)