Vor ein paar Tagen schrieb ich darüber, daß sich bei Kreativitätsblockaden das Anlegen eines neuen Blogs empfehlen kann, um diesen entgegenzuwirken.
Interessante Gedanken zum Postings hatte sich Claudia gemacht und folgenden Kommentar hinterlassen:
Ist nicht dein Ernst!? Ein neues Blog, bloß um in den Schreibfluss zu geraten?? Na hey, bloggen ist ja nicht nur schreiben – der ganze Aufwand mit “bekannt machen”, designerisch individualisieren, technisch auf dem Stand halten, nur um “frisch motiviert” zu sein??? Das ist doch deutlich zuviel Aufwand an der falschen Stelle. Und inwiefern kommst du denn damit “zum Primärblog zurück”??
Das Anlegen eines neuen Blogs soll das Mittel sein, um den Zweck zu erfüllen, wieder in Schreibfluß zu gelangen, indem die eigene Schreiblust herausgekitzelt wird durch ein Thema, das einem liegt und alles von Trivialitäten bis hinzu Gedankenschwerem darstellen kann.
Nicht dagegen geht es darum, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen und Gedanken darauf zu bemühen, wie man den neuen Blog bekanntmachen könne, noch an die Arbeit daran zu denken. Darum geht es mir nicht.
Es sollte nur ein Blog zum Schreiben sein. Ob man sodann Ambitionen für mehr entwickelt, ist nachrangig, kann aber noch erfolgen. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Etwa habe ich einen Spaßblog initiiert, welcher nach nicht einmal zwei Monaten auf 1.000+ Uniques pro Tag kam, ohne daß ich ihn promotet hätte außer der Eintragung in eine Topliste. Und selbst dann reizte ich den Blog nur dahingehend aus, mit ihm zu testen, was möglich ist mit Blogs, ohne diese Maßnahmen auf meinen sonstigen Blogs austesten zu müssen, sondern lediglich Erfolgreiches zu übernehmen.
Wie gesagt, mir geht weniger um einen sich in Gründung befindlichen Top-Blog mit der damit entsprechend verbundenen Arbeit, als mehr um einen Add-on-Blog, der einem selbst nur zum Schreiben dient und vornehmlich auf Mundpropaganda fußen soll. Selbst mit einem Paßwort kann man ihn vor neugierigen Blicken anderer schützen, Hauptsache man schreibt über etwas, daß einem liegt.
Mit anderen Worten: erst einmal schreiben und später schauen, was man daraus machen könnte. Je weniger Bedürfnisse man in bezug auf einen Blog-Schwerpunkt zu bedienen hat, sondern ins blaue hinein schreiben.





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