Wie hältst Du es mit dem Kommentieren? Wie ausgiebig und umfangreich kommentierst Du auf anderen Blogs? Schreibst Du für Dich, oder lieber für Dritte?

Konntest Die Fragen überwiegend mit Ja bescheiden und bist zudem Blogger, so liegt der Verdacht nahe, daß Du zuviel kommentierst.

Folgende 4 Faustregeln habe ich für mich aufgestellt:

  • 100 Wörter-Regel: Kommentare, welche mehr als 100 Wörter betragen, arbeite ich zu einem Blog-Beitrag um. Qualität verankert man in seinem Blog.
  • Nur 2 Kommentare: In einem Kommentar-Thread zu einem Artikel kommentiere ich allenfalls zweimal pro Thread.
  • Keine Diskussionen: Ich diskutiere nicht. Jeder hat seine Sicht der Dinge. Will ich meinen Standpunkt verdeutlichen respektive erachte es für wert, ausführlich mich der Materie zu widmen, verfasse ich einen Blog-Beitrag.
  • Tages-Limit: mehr als 5 Kommentare verfasse ich pro Tag nicht.

Sinn und Zweck der selbstauferlegten Regeln ist, den Fokus auf meine Blogs zu richten. Kommentare bleiben kaum jemand verhaften und werden selten mittels Link seitens Dritter aufgegriffen noch zitiert, sprich: im Bewußtsein der Blogosphäre ist nichts so alt wie der Kommentar von gestern.

Meine Plattform ist der Blog und die Leser erwarten ihrerseits, dort Interessantes vorzufinden. Wer Qualität in Kommentaren auf fremden Blogs absondert, begibt sich fahrlässig der Möglichkeit, mit interessanten und qualitativ hochwertigen Inhalten in seinem Blog aufwarten zu können.

Der Wert eines Kommentars ergibt sich lediglich aus dem Kontext, in welchem er geäußert wird. In einer Diskussion liegt es so, daß diese selten sämtlich Beteiligte interessiert, kurz, Diskussionen in Kommentarbereichen sind im wesentlichen Zwiegespräche im öffentlichen Raume.

Unterscheiden sollte man darob tunlichst zwischen Kommentar und Trackback. Von einem Kommentar, der Blogs Dritter marginal bereichert – im günstigsten Falle –, hast man selten etwas, er geht rasch unter, zumal wenn viele Diskutanten bzw. Kommentierende sich in einem Thread wiederfinden.

Am meisten hilft man sich, seinen Lesern und anderen Blogs, indem man auf eine Diskussion oder einen von einem selbst verschiedenen Standpunkt mittels Link hinweist. Statt eines Kommentars hinterläßt man einen Minikommentar in Gestalt eines Trackbacks – und diese Vorgehensweise markiert eine prima Win-Win-Win-Situation.

Sämtliche Teilnehmer profitieren von diesem Schritt, der Kommentierende, der zu einem Beitrag angeregt worden ist, der Blog bzw. Artikel, wo er sein Erweckungserlebnis hatte als auch schlußendlich die Leser, die auch was von der Eingebung haben.

Wer sichergehen möchte, daß seine Worte etwas bezwecken, vertraue sie seinen Lesern an. Zu differenzieren gilt es zwischen umfangreichen Kommentaren und Trackbacks.

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