Oftmals sind es die kleinen Dinge im Blog-Leben, die für große Veränderungen sorgen. Für das Schreiben von Blog-Inhalten, dem Blog-Content, gilt nämliches Prinzip. Guter Content braucht aber auch Suchmaschinen, die den Content auch ihrerseits als guten einstufen. Gemeint ist damit die SEO-Optimierung.

Was zumeist als Gegensatz besehen wird, guter Content auf der einen und SEO-Optimierung auf der anderen Seite, ist genaugenommen keiner. Und wer nachfolgende einfache Regel befolgt, braucht sich um die SEO-Optimierung seines guten Contents überhaupt keine Sorgen zu machen. Diese erfolgt nämlich nahezu automatisch.

Content wird SEOmisiert – oder: SEO wird contentisiert

Wo Wörter verwendet werden, kommt es auf jedes an. Das gilt sowohl für das Lesen als auch Erstellen von Texten, ganz gleich, ob sie im eigenen Blog eingespeist werden, oder als Email abgesandt werden.

Suchmaschinen haben den Hang, wiederkehrend gebrauchten Begriffen in einem Text den Vorzug vor anderen, weniger häufig benutzten einzuräumen. Vornehmlich handelt es sich bei diesen Wörtern um Hauptwörter. Ausgeblendet werden nämlich von den Suchmaschinen nahezu vollständig die sogenannten bestimmten Artikel wie der, die, das aber auch die Personalpronomen er, sie, es usf.

Ein Beispiel mit 3 Keywords

Beispiele dieser Haupt- und Stichwörter bildeten in den vergangenen Wochen etwa der Eigenname und Begriffe YouPorn, Nazan Eckes und Bundestrojaner. In der Sprache der SEO-Optimierer kann man diese Begriffe, nämlich YouPorn, Nazan Eckes und Bundestrojaner, auch als Schlüsselbegriffe bezeichnen, oder englisch Keywords.

Jeder dieser Begriffe wurde nicht beiläufig in die entsprechenden Artikel eingewoben, sondern war Gegenstand einer Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Begriff. Beim Stichwort Bundestrojaner berichtete ich über eine häßliche Spam-Email-Masche, in dessen Verlauf der Begriff häufiger gebraucht wurde, was in der Natur der Sache liegt. Selbiges gilt für YouPorn und Nazan Eckes.

Was SEO-Profis machen, wir aber nicht benötigen

Profi-SEO-Optimierer nutzen Analyse-Programme um die Keyword-Dichte zu analysieren. Je häufiger die Keywords in einem Text prozentual auftauchen, desto mehr Gewicht mißt eine Suchmaschine wie Google diesen bei. Das klingt auch einleuchtend, denn ein Begriff, der häufiger als andere verwendet wird, dient offensichtlich als Basis des Artikels.

Seitens der SEO-Optimierer nimmt man an, daß eine Keyword-Dichte von 3 bis 4% für einen Text optimal seien, um von Google als Schlüsselbegriffe gewertet zu werden. Was darüber hinausgeht, kann umgekehrt als Spam-Words gewertet werden. Dies ist auch einleuchtend, denn sonst bräuchte man seinen Blog-Artikel ja nur mit einem Wort zu füllen, nämlich dem Keyword.

Analyse-Tools benötigt man in der Regel jedoch nicht. Ich verwende keine. Einzig ein kleiner Kniff erlaubt es mir die Keyword-Dichte zu verbessern. Die Zauberworte lauten Substitution und Konsistenz.

Regel Nr. 1: Die Substitution

Statt der Personalpronomen, die ohnehin bei der Analyse der Blog-Artikel durch die Suchmaschinen ausgelassen werden, sollte man schlicht dieses durch ein Keyword ersetzen, also substituieren.

Anhand des Keywords Nazan Eckes möchte ich dies erläutern. Statt zu schreiben Sie wird bald heiraten wäre es demnach sinnvoller das Sie durch das Keyword zu ersetzen. Nazan Eckes wird bald heiraten.

Für das Keyword Bundestrojaner könnte man etwa folgenden Satz zu einem Google-Satz umschreiben: Die Schadsoftware wird per Email versandt. Besser: Der Bundestrojaner, die Schadsoftware, wird per Email versandt.

Regel Nr. 2: Die Konsistenz des Textes

Darauf zu achten ist auch, daß man konsistent, also stimmig bleibt. Statt Begriffs-Variationen zu einem Keyword zu verwenden, sollte man zugunsten des Einsatzes des einen Keywords darauf verzichten. Im gewissen Sinne entspricht dies dem Prinzip, das Wort Sie durch einen Eigennamen zu ersetzen.

Allerdings gilt dies auch für Keywords wie den Bundestrojaner. Man sollte stets den Begriff Bundestrojaner im Artikel unterbringen und nicht den Begriff variieren, etwa als Schadsoftware, Trojaner, Fake-Trojaner usf. Will man dem Keyword beschreiben, kann man dies wie obengetan umsetzen. Dem Keyword Bundestrojaner wird einfach ein Relativsatz angehängt.

Regel Nr. 3: Keine Regel ohne Ausnahme

Selbstverständlich sollte man die genannten Prinzipien nicht schematisch anwenden. Ein wenig Fingerspitzengefühl ist vonnöten, um keinen Keyword-Overkill zu erzeugen und zwar nicht für die Suchmaschinen, denn das wird kaum möglich sein, jedoch zum Nachteil der Leser.

Verquer und zu sehr suchmaschinen-optimiert darf sich der Text auch nicht lesen. Schließlich muß man stets bedenken, daß man in erster Linie für die Leser schreibt, und nicht alleine für Suchmaschinen. Letztere sind nur Mittel zum Zweck, um möglichst viele Leser erreichen zu können.

Allerdings geben die Suchmaschinen gewisse Regeln vor, an welche man sich wiederum ebenfalls halten muß, will man sich ihrer Vorteile vergewissern und sicher sein. Gleichfalls kann man mit behutsamer Substitution einiges für die Lesbarkeit des Artikels auch für die Suchmaschinen tun, ohne Leser zu verprellen.

Viel Spaß beim Ausprobieren! :)

PS: SEO-Optimierer ist beinahe ein Pleonasmus. Das O in SEO steht für Optimization. Aber was solls. Und den Begriff YouPorn habe ich so gut es ging gemieden! ;)

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