Jeder schafft sich genau die Ablenkung, die er man haben will, um das Erreichen eines Zieles, das man angeblich hegt, erfolgreich zu torpedieren. Gas geben kann nur, wer gleichzeitig nicht auf der Bremse steht. Und wie man die Bremse löst, wird im folgenden dargelegt.
- Schreibtisch komplett aufräumen: Ein vollständig aufgeräumter Schreibtisch ist das beste Gegenmittel, um einen Blog-Infarkt zu vermeiden. Aufräumen heißt allerdings nicht, alles in Reih und Glied zu bringen. Das wäre zwar ordentlich, jedoch nicht aufgeräumt genug. Vollständig bar jedweder Ablenkung wird man nur, wenn der Schreibtisch vollständig leergeräumt worden ist und nur noch auf der Tischplatte verweilt, was dort hingehört, nämlich das Schreibgerät und Du. Mehr als Deines Gehirns und das Mittel der Wahl zum Verfassen von Texten bedarf es grundsätzlich nicht.
- Notizen: Allenfalls die zum Verfassen des Artikels notwendigen und erforderlichen Notizen sollte man ebenfalls auf dem Schreibtisch lagern.
- Wie man erfolgreich Ablenkung herausfiltert: Man bemühe einfach den Umkehrschluß, um herauszufinden, was Ablenkung ist und was dem Verfassen von Artikeln dienlich ist. Was hat das Handy, das nicht auf stumm geschaltet ist und folglich von neu eingehenden SMS kündet – sofern man halbwegs beliebt ist
– mit dem gegenwärtigen Blog-Artikel zu tun? Was trägt der parallel im Hintergrund laufende Fernseher zum Blog-Artikel bei? Inwiefern ist ein geöffneter Browser samt geöffneter Lieblings-Bookmarks eher förderlich als abträglich?
- Zerstreutes Genie vs. geordnete Gedanken: Zwei Dinge kann kein Mensch auf einmal tun, ohne daß die Konzentration für diese oder jene Tätigkeit nachhaltig leidet. An Floskeln wie der ungeteilten Aufmerksamkeit wird dies deutlich. Offensichtlich macht es einen Unterschied, ob man seine Aufmerksamkeit vollends auf eine Angelegenheit konzentrieren kann, oder nicht. Das Gegenteil ist Zerstreuung und hierbei ist jedem das zerstreute Genie ein Begriff. Tausend Dinge schießen diesem zugleich durch den Kopf, weshalb die arme Kreatur, derart gepeinigt, auch kein Werkt zur Vollendung bringt. Gedanken ordnen und loslegen ist das beste Gegenmittel wider Zerstreuung und Gedankenflucht.
- Pausen einlegen: „Woher nimmt der nur die Zeit?“ Wahre Produktivitätsriesen sind stets entspannt. Verinnerlicht haben sie den Königsweg zu hoher Effizienz. Ihr Grundsatz lautet „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Pause und Konzentration in Balance vollzogen, sind das Mittel der Wahl, nicht Ablenkung und schlechtes Gewissen. Genuß hat nichts mit Zerstreuung zu tun.
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