Erstaunlich viele Blogger nutzen alleine WordPress um Postings zu erstellen. Gemeint ist damit, daß sie alleine mit den WordPress-Werkzeugen wie etwa des eingebauten WYSIWYG-Editors arbeiten, der einer Art Online-Textverarbeitung gleicht.
Ich dagegen greife stets auf MS Word zum Verfassen von Blog-Postings zurück. Die Vorteile sind aus meiner Sicht folgende:
- Rechtschreibprüfung: MS Word fischt das Gros potentieller Greueltaten begangen an der jeweils gültigen deutschen Orthographie heraus und warnt den Autor mit roten und blauen Linien hierbei vor dem Super-GAU, nämlich möglicher Fehler. WordPress kann das (noch) nicht.
- Weiterverarbeitung: Problematisch an der Online-Bearbeitung von Blog-Inhalten ist die Tatsache, daß man hierzu einen Online-Zugang zwingend benötigt. Fehlt dieser, fällt jedwede Arbeit am Blog flach.
- Datensicherung: Schon beim Verfassen von Artikeln kann man Datensicherung betreiben, indem man eine Rohkopie auf der Festplatte anlegt. Eleganter als durch Word – oder wahlweise eines anderen lokal installierten Schreibprogramms – läßt sich das kaum bewerkstelligen. SQL-Sicherungen sind zwar schön und gut, alleine es wird kritisch, wenn sich was an der SQL-Aufbereitung etwas getan hat und die Einträge querliegen. Zudem kann man Word-Dateien auch mittels Indexierungsprogrammen im Volltext durchsuchen. Im Falle von Recherchen ein unschlagbarer Vorteil.
- Datensicherheit: Stürzt der Browser ab, wars das mit dem Blog-Beitrag. Mittlerweile verfügt WordPress etwa auch über eine Online-Zwischenspeicherung, wirklich befriedigen kann diese Funktion aber nicht. Jüngst wurde auch bekannt, daß man sich von außerhalb Zugriff auf die in WordPress gespeicherten Entwürfe unter gewissen Voraussetzungen verschaffen konnte. Wer sichergehen möchte, daß im Blog auch tatsächlich und wirklich nur das gelesen werden kann und darf, was man durch Veröffentlichung freigegeben hat, sollte trennen zwischen Online- und Offline-Entwurf.
- Weiterverarbeitung: Fakt ist, daß sich kein Text der Welt leichter als mittels eines Textverarbeitungsprogramms handhaben läßt. Will man die Texte irgendwie einer Zweitverwertung zuführen, etwa ausdrucken, so sehen Ausdrucke mittels Word optisch besser aus als Ausdrucke via Blog-Artikel, denn häufig spielen da die CSS-Formatierungen dem Ausdruck-Willigen ein Schnippchen.
Nachdem ich meine Artikel und Artikelchen fertiggestellt habe, speichere ich sie auf der Festplatte bzw. USB-Stick. Auf den Blog gelangen sie über MS Live Writer und den allerletzten Feinschliff erhält jeder Rohdiamant an Urtext mittels Handarbeit im WordPress-HTML-Editor.
Im Falle von Korrekturen oder Umbaumaßnahmen gehe ich umgekehrt vor. Je nach Grad der Änderungsmaßnahmen speichere ich diese als 2. Fassung im ursprünglichen Word-Dokument ab.
Doch warum das Ganze? Nun, nicht selten drucke ich meine Artikel aus zwecks Archivierung. Auf der sicheren Seite
Auf eure Vorgehensweise bin ich gespannt!





Die meisten Artikel schreibe ich in WordPress. Die Rechtschreibprüfung lasse ich über die Google-Toolbar laufen. Die fängt die größten Schnitzer. Größere Artikel schreibe ich über OpenOffice. Zwecks Datebsicherung würde ich Dir den MySQLDumper empfehlen. Sichert in einem Rutsch die Datenbank. Dann auf den USB-Stick und fertig. Das Tool hat mich schon sehr oft vor dem totalen Gau gerettet.
January 29th, 2008