In den 90ern wurde der Begriff des Sticky Content geprägt. Zu verstehen ist darunter Content, der Website-Besucher auf der Website hält, indem diese sich von Artikel zu Artikel klicken ohne die Website zu verlassen. Umfassende Informationen und interessant aufbereitete Artikel sind hierzu die unerläßlichen Voraussetzungen.

Das Prinzip wird jüngst wiederentdeckt und läßt sich auch auf Blogs übertragen. Erforderlich sind hierzu 5 einfache Schritte, die die Attraktivität des eigenen Blogs steigern.

1. Schritt: Die Vorbereitung des Sticky Content

Schwirrt Dir eine gute Idee für ein Blog-Posting durch den Kopf? Falls ja, schreibe den Artikel sogleich nieder, doch poste ihn nicht, weil Du sonst Deine Leser schneller wieder los wirst, als Du denkst. Sticky Content benötigt Artikel, auf welche verwiesen werden muß.

2. Schritt: Einen Schritt zurückgehen, um sodann zwei nach vorne laufen zu können

Hat man keine passenden Artikel zur Hand, lohnt es sich, einen vorbereitenden Artikel zu verfassen, der tiefergehende Informationen zum gerade eben, wie in Schritt 1 niedergeschriebenen Posting, bereithält.

Aus dem einstmals als alleinstehend betrachteten Posting wird derart ein Hauptartikel, oder in der Sprache der Theater-Dramaturgie ausgedrückt, wird aus dem Einakter ein Mehrakter gemacht.

3. Schritt: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Bestenfalls benutzt man für weiterführende Vorartikel Stichwörter des Hauptartikels und sucht nach passenden Artikeln im eigenen Blog-Archiv. Benötigt wird hierzu ein entsprechendes Plugin, das ein Archiv übersichtlich ausgibt.

Beispiel: Gegenwärtig beschäftige ich mich mit einem Artikel zum Thema SEO. Hierzu habe ich einen Artikel erstellt, dem wunderbar ein weiteres Posting vorangestellt werden kann. Demnach setze ich diesen einen für sich selbst stehenden Artikel voran, in welchem allgemeinere Dinge ausgeführt werden können, die im Hauptartikel eher für unnötiges Aufblähen sorgten.

Vorteil dieser Vorgehensweise ist auch, daß man nicht auf externe Quellen mehr als nötig verweisen muß. Sticky Content bedeutet nämlich, daß der eigene Blog bzw. die eigene Website als Hauptinformationsquelle dienen soll.

4. Schritt: Die Detailtiefe der Artikel beachten

Im übertragenen Sinne klammert man Teilbereiche aus dem Hauptartikel aus und gliedert diese dem Vorartikel ein. Demnach muß man bereits die Schlüsselstellen des Hauptartikels markiert haben, welche man vertiefend im Vorartikel behandeln wird.

5. Schritt: Die Posting-Reihenfolge einhalten

Vom Hauptartikel zurückdenkend, muß man sich über die Reihenfolge der Postings im klaren sein. Notwendigerweise muß dem Hauptartikel wenigstens ein erläuternder Artikel vorangestellt werden. Fraglos können dies auch mehrere sein.

Auch hier wird ein Vorteil deutlich, nämlich, daß man durch Assoziationen auch der gefürchteten Schreibblockade und auch die Frage aus dem Weg räumt, über was man denn als nächstes schreiben könnte.

6. Schritt: Die Rückverweisung

Zu beachten ist jetzt nur noch, daß man vom Hauptartikel 2 oder 3 Links zurücksetzt auf den Vorartikel. Dem 3. Schritt folgend, dürfte dies kein Problem mehr darstellen.

Das Ergebnis ist nun der erwünschte Sticky Content. Begrifferläuterungen führen nicht unbedingt zu externen Quellen wie Wikipedia, sondern bleiben innerhalb des Blogs bzw. der Website.

Derart wird auch gewährleistet, daß man mit seinem Blog eine spannende Geschichte erzählt. Bestenfalls hangelt sich der Leser von Artikel zu Artikel, eher dieser dann weiterzieht. Stammleser können auf diese weise erzeugt werden. Backlinks können hierdurch ebenfalls erzielt werden.

Der Geheimtip

Gibt es noch eine andere Methode, Sticky Content zu erzeugen? Wenigstens eine habe ich bei diesem Artikel angewendet. Statt Vorartikel zu erstellen, dem der Hauptartikel folgt, habe ich diesen Artikel wie einen Teaser verfaßt, also wie einen Trailer oder Vorschau, die einen Ausblick auf kommende Artikel bildet. Gemeint sind dabei der SEO-Artikel als auch das Archiv-Plugin. ;)

Möchtest Du Deinen Lesern etwas Besonderes mit Deiner Website bieten, so erstelle allgemeinere Artikel, auf die Du verweist. Dadurch schlägst Du mehrere Fliegen mit einer Klappe, weil es sich hierbei um eine Win-Win-Situation handelt, für Leser und Autor.

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